FORMEL 1 2021 greift erstmals die neue Budgetgrenze von 145 Millionen US-Dollar pro Team in der Formel 1.

»Diese Regeln bringen die Budgets der großen Teams auf das Niveau des Mittelfelds herunter«, erklärt Mercedes-Technikchef James Allison und führt fort: »Als eines der größeren Formel-1-Teams mussten wir einen Weg finden, wie wir mit viel geringeren finanziellen Ressourcen in die Saison gehen können. So mussten wir Komponenten unseres Autos langlebiger machen, sie preiswerter produzieren können und sicherstellen, dass wir die gleiche Performance wie bislang bringen, obwohl unser Gesamtbudget gesunken ist.« Diese Zahlen liegen dementsprechend noch nicht vor. Aber wir haben uns einmal angesehen, was die verschiedenen Teile eines Formel-1-Rennwagen bislang in der Produktion kosteten.

 

WAS KOSTEN DIE EINZELTEILE DES FORMEL-1- BOLIDEN?

Frontflügel und Nase liegen bei 150.000 Euro – jedes Team hat pro Wochenende mehrere Frontflügel dabei, weil hier Kontakte und Schäden am wahrscheinlichsten sind.

Ein Satz Rennreifen kostet um die 6.000 Euro, dazu kommen noch die Felgen, wobei eine bei 5.000 Euro liegt.

Die Radaufhängungen an allen Rädern zusammengenommen schlagen mit 200.000 Euro an. Dabei sind die Hinterrad-Aufhängungen deutlich teurer als die der Vorderräder.

Gas-/Brems-Pedal sind bei 10.000 Euro, da sie 1:1 auf den Rennstiefel des Fahrers abgestimmt sind und aus Karbon beziehungsweise Titan bestehen, um nicht mehr als 200 Gramm pro Stück zu wiegen.

Die heutigen Computer-Lenkräder sind kaum unter 60.000 Euro zu haben.

Billiger ist da der maßgeschneiderte Sitz, der beim sogenannten Seat-Fitting individuell angepasst wird – Kosten 10.000 Euro.

 

Der Motor, sprich eine Power Unit schlägt mit 1.000.000 Euro pro Einheit zu Buche. Kundenmotoren sind etwas billiger, aber acht Stück belaufen sich doch auch auf 15 Millionen Euro. Die Einheit besteht aus Verbrennungsmotor, Turbolader, Energiespeicher, kinetischem Generator (MGU-K), Wärme-Generator (MGU-H) und elektronischer Steuereinheit.

Das Chassis inklusive Monocoque-Sicherheitszelle kostet 500.000 Euro.

Das »Gerüst« des Fahrzeugs, also Motorabdeckung, Seitenkäste und Unterboden, ist vergleichsweise günstig, weil es weitgehend frei von komplizierter Technik ist. Kosten: 250.000 Euro.

Die DRS-fähigen, also klappbaren Heckflügel liegen bei 40.000 Euro.

Der Halo-Schutzbügel über dem Cockpit des Fahrers beläuft sich auf 15.000 Euro.

Der Benzintank ist für 140.000 Euro zu bekommen.

Getriebe und Hydraulik kommen zusammen auf 600.000 Euro.

3 MILLIONEN EURO So viel kostet in etwa ein Formel-1-Auto. | © Daimler AG

WAS IST SONST NOCH WICHTIG?

Ein neuer Helm wiegt je nach Kopfgröße um die 1,4 Kilogramm und kostet rund 4.000 Euro.

Die Superlizenz, die jeder Formel-1- Fahrer zur Teilnahme braucht, liegt bei circa 10.000 Euro.

2020 verdiente ein einfacher Mechaniker bei den großen Rennställen wie Mercedes, Ferrari oder Red Bull circa 6.000 Euro pro Monat. Dabei sind Prämien für WM-Punkte bereits inklusive.

2019 kassierte der bestbezahlte Teamchef der Formel 1 etwa 8,5 Millionen Euro Gehalt. Rein theoretisch darf ein Team seinen Fahrern oder Managern mehr bezahlen, als die Gagendeckel vorsehen. #

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Eingangsfoto: Daimler AG

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