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EXKLUSIV-GESPRÄCH Österreichs Tischtennis-Ass Liu Jia, 39, visiert ihre sechsten Olympischen Spiele an. Die Spielerin von Linz AG Froschberg über volle Stadien, besondere Erinnerungen, treue Sponsoren und finanzielle Herausforderungen während der Pandemie.
Frau Liu, Sie waren 2016 bei der Eröffnungsfeier in Rio Fahnenträgerin. Diese Momente vor vollen Stadien werden 2021 fehlen. Fühlt sich dieses Jahr überhaupt wie Olympia an oder geht der Reiz der Spiele verloren?

Ja, natürlich geht etwas davon verloren, aber am Ende geht es vorrangig um die sportliche Leistung.

Tokio 2021 werden Ihre sechsten Olympischen Spiele, womit Sie auf Rang zwei in der österreichischen Bestenliste vorstoßen. Welches Jahr blieb Ihnen in besonderer Erinnerung und warum?

An erste Stelle Sydney 2000, das waren meine ersten Spiele. Aber auch 2008 in Peking, da ich in der Nähe des Vogelnestes (Olympiastadion; Anm. d. Red.) geboren wurde. Rio 2016 war ebenfalls eine große Ehre, da ich dort Fahnenträgerin sein durfte. Zudem zeigte ich dort mit den Plätzen neun im Einzel und fünf im Team die besten Leistungen.

Wie haben sich seit Ihren ersten Spielen – Sydney 2000 – die Olympischen Spiele verändert?

Die Strukturen und das System haben sich kaum verändert, ich bin lediglich 20 Jahre älter geworden (lacht).

Wie hat sich in den vergangenen Jahren der Tischtennissport auf finanzieller Ebene entwickelt?

Für die internationalen Topspieler gibt es nun beispielsweise in der japanischen oder indischen Liga mehr Möglichkeiten, um Einnahmen zu generieren. Das meiste Geld verdienen wir nach wie vor durch unseren Verein.

Tischtennis-Ass Liu Jia im Interview

LIU JIA »Das meiste Geld verdienen wir nach wie vor durch unseren Verein« | © PHOTO PLOHE

Haben die Olympischen Spiele für Sie in der Vergangenheit neue Sponsorenverträge oder generell eine wirtschaftliche Verbesserung gebracht?

Die Olympischen Spiele bringen ohne Medaille keine wirtschaftlichen Verbesserungen. Das geht ausschließlich durch Topleistungen mit dem Verein, die zählen.

Hat die Pandemie Sie vor besondere wirtschaftliche Herausforderungen gestellt?

Da weniger Matches stattfanden, gab es finanzielle Verluste. Grundsätzlich sind mir aber meine Sponsoren treu geblieben, das war top.

Wer sind Ihre wichtigsten Sponsoren?

Das Backaldrin Kornspitz Sport Team, die Österreichische Sporthilfe und meine Ausrüstungsfirma Butterfly.

Frau Jia, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. #

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Eingangsfoto: © PHOTO PLOHE

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