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Foto: pixabay

OLYMPIA Die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking sorgen bereits vor der offiziellen Eröffnung im Februar für Gesprächsstoff. Immer häufiger äußern sich internationale Sportgrößen negativ über die bizarren Umstände und Gegebenheiten in der Volksrepublik China – manche fordern gar einen Boykott der Spiele. Ein aktueller TV-Bericht von BR24 mit den deutschen Rennrodlern Natalie Geisenberger und Tobias Arlt zeichnet wenige Wochen vor dem globalen Großereignis ein dramatisches Bild.

Das deutsche Rodelteam blickt mit geschockten Augen auf ihren Aufenthalt in China zurück. Eindrücke ihres Aufenthalts wurden in einem Bericht von BR24 am 12. Dezember 2022 gezeigt. Rückblickend eine Reise zum Vergessen für die oberbayrischen Rennrodler Natalie Geisberger und Tobias Arlt. Die Rodler hatten die Möglichkeit, die Olympia-Strecke drei Wochen lang kennenzulernen. Rückblickend, eine Erfahrung, die sie sich am liebsten erspart hätten.

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Plastikkanister als Toilettenersatz, Aufregung nach positivem Covid-19-Test

23 Stunden dauerte die Anreise mit dem Flugzeug. Dazu kam noch ein zweistündiger Aufenthalt in einem Bus, der die Athleten Richtung Hotel bringen sollte. Toilettengänge wurden verwehrt. »Da wurden Plastikkanister durchs Fenster reingegeben. Das finde ich auch schon krass«, schildert Geisenberger die Situation.

Arlt wurde auf der Bahn positiv auf Covid-19 getestet und umgehend von der Behörde abgeführt sowie in einem Krankenwagen in das Krankenhaus gebracht. »Dann sind wir mit Blaulicht mit gefühlt 150 Kilometer pro Stunde ins Krankenhaus gefahren. Da kommst du dir wie ein Gefangener vor. Du weißt nicht, was als nächstes passiert«, so Arlt. »Wie in einem Film«, beschrieb Teamkollege Felix Loch die Situation.

Daraufhin wurden beim Deutschen ohne Einwilligung Blut abgenommen sowie weitere Tests durchgeführt. Das Ergebnis: keine Covid-19 Erkrankung, der Test wohl falsch-positiv. Das Quarantänehotel der Chinesen konnte Arlt dennoch nicht umgehen – die Umstände: unmenschlich. Drei Tage lang musste der Spitzensportler neben toten Fliegen und Wanzen ausharren – das Badezimmer verdreckt, die Klospülung die meiste Zeit defekt.

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Überwachung bei Dreharbeiten, Kritik von Felix Neureuther

Bei der Zufahrt an den Wintersportort muss sich jeder – auch Korrespondenten ausweisen. Das Herunterladen einer App mit integrierter Standortortung ist Pflicht. Dreharbeiten werden bis ins Detail überwacht. 

Die Olympia-Vergabe durch den IOC erntet viel Kritik, so auch von dem ehemaligen Skistar Felix Neureuther: »Ich glaube, dass sich das IOC künftig mehr Gedanken machen muss, wie sie es in der Vergangenheit gemacht haben, was die Vergabe der Olympischen Spiele betrifft.« Menschenrechte haben in China keine Bedeutung, die Spiele machen hier keine Ausnahme. #

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