Neymar gilt als einer der besten Fußballer des Planeten. Nicht erst seit seinem Wechsel zu Paris Saint Germain gehört er zu den bestbezahlten Sportlern überhaupt. Gehalt, Werbeeinahmen, Sponsoren und Projekte abseits des Platzes spülen jedes Jahr Millionen auf sein Bankkonto und dennoch steht der Ausnahmespieler im Schatten von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

, © PSG

Neymar, der mit vollem Namen Neymar da Silva Santos Júnior und auch Neymar Júnior genannt wird, wurde in der Nähe der brasilianischen Metropole São Paulo in Mogi das Cruzes in ärmlichen Verhältnissen geboren und wuchs in Praia Grande im Bundesstaat São Paulo auf. Bereits in jungen Jahren zeigte er eine starke Affinität für den Fußball. Als Elfjähriger schloss er sich dem FC Santos an, wo er bald von verschiedenen Trainern als Rohdiamant bezeichnet wurde. Dieses Talent sprach sich auch in Europa herum und so absolvierte Neymar mit 14 Jahren ein Trainingscamp bei Real Madrid. In Folge stieg sein Marktwert rapide an. Obwohl die Spanier versuchten den jungen Brasilianer sofort zu verpflichten und für den eigenen Profikader heranzuziehen, schaffte es der FC Santos durch eine Zahlung von einer Million Reais (ca. 370.300 Euro), dass das Megatalent beim Verein blieb und seinen Vertrag verlängerte. Gleichzeitig wurde die Ausstiegsklausel auf 45 bis 50 Millionen Euro festgesetzt.

Im Alter von 17 Jahren feiert er sein Debüt in der ersten Mannschaft und kam von Beginn an regelmäßig zum Einsatz, wodurch das Interesse der europäischen Spitzenvereine noch weiter anstieg. Trotz aller Anfragen aus Europa verlängerte Neymar noch einmal seinen Vertrag und gewann 2011 die Copa Libertadores und wurde in den Jahren 2011 und 2012 zu Südamerikas Fußballer des Jahres gewählt. Insgesamt erzielte der 175 Zentimeter große Techniker in 177 Liga-Spielen unfassbare 107 Tore.

,Mit dem FC Santos gewann Neymar 2011 die Copa Libertadores und wurde zweimal zu Südamerikas Fußballer des Jahres gewählt. | © Jürgen Skarwan/Red Bull Content Pool

,Barcelona-Wechsel mit Problemen

Zur Saison 2013/14 war es dann soweit und Neymar wechselte nach Europa zum FC Barcelona, wo er einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2018 unterschrieb, der ihm ein Jahresgehalt von 15,4 Millionen Euro einbrachte. Als offizielle Ablösesumme wurden 57 Millionen Euro genannt. Doch nachdem gegen den Präsidenten der Katalanen Sandro Rosell Anzeige wegen Zweckentfremdung von Geldmitteln des Klubs erstattet worden war, wurde die Ablösesumme immer weiter nach oben korrigiert. Im Januar 2014 musste der Verein eingestehen, dass die tatsächliche Ablöse bei 86,2 Millionen Euro lag und die Madrider Staatsanwaltschaft kündigte daraufhin an, dass aufgrund dieses Transfers Steuern in Höhe von 13,5 Millionen Euro nachgezahlt werden müssen. Diese Vorwürfe wurden offiziell zurückwiesen und betont, dass die strittigen 38 Millionen Euro nicht Transfer-, sondern Gehaltszahlungen gewesen wären.

Mittlerweile hat die Madrider Sporttageszeitung MARCA aufgedeckt, dass mit den ganzen Strafen insgesamt um die 157 Millionen Euro in den Transfer geflossen sind:

  • 17,1 Millionen (FC Santos)
  • 4,5 Millionen Euro (Freundschaftsspiele mit dem FC Santos)
  • 7,9 Millionen (Vorkaufsrecht für drei FC Santos Spieler)
  • 10 Millionen (Handgeld für Neymar)
  • 40 Millionen (Zahlungen an Neymars Eltern)
  • 13,5 Millionen (Zahlung an das Finanzamt)
  • 2 Millionen Euro (Bonus für Neymar)
  • 8,5 Millionen (Zahlung an die Stiftung Neymar Jr.)
  • 2,7 Millionen (Berater-Provision an den Vater)
  • 25,2 Millionen Euro (Strafe Ex-Präsident Rosell)
  • 3,8 Millionen Euro (Strafe Präsident Bartomeu)
  • 22,2 Millionen Euro (Erneute Strafe FC Barcelona)

,Beim Neymar-Transfer von Santos zum FC Barcelona sind insgesamt um die 157 Millionen Euro inklusive Strafzahlungen geflossen. | © Flo Hagena/Red Bull Content Pool

All die Problematik um seinen Transfer hatten keine Auswirkungen auf die sportlichen Leistungen des Edeltechnikers. Mit dem spanischen Traditionsverein feierte er die bisher größten Erfolge seiner Karriere: neben zwei Spanischen Meisterschaften (2015 und 2016) und drei Spanischen Cupsiegen (2015, 2016 und 2017) durfte er sich auf internationaler Bühne je einmal über den Gewinn der UEFA Champions League (2015), der FIFA Klub-Weltmeisterschaft (2015) und des UEFA Super Cups (2015) freuen. Mit seinen 105 Toren in insgesamt 186 Spielen war er maßgeblich an den Erfolgen beteiligt. Ebenso bleibt die Erinnerung an den famosen Sturm- Dreizack Neymar, Lionel Messi und Luis Suarez. Die Sturmallianz erzielte in der Saison 2015/16 gemeinsam 131 Tore.

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