Christian Seifert hört als Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) auf. Der Geschäftsführer und Sprecher des Präsidiums wird seinen Ende Juni 2022 auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

Seifert: „Möchte neues berufliches Kapitel aufschlagen“

„In zwei Jahren möchte ich ein neues berufliches Kapitel aufschlagen“, sagte der 51-Jährige: „Bis dahin werde ich mich in meinen DFL-Funktionen auf die aktuellen und kommenden Herausforderungen selbstverständlich weiter mit größter Ambition und vollem Einsatz fokussieren.“

Der DFL-Aufsichtsrat bedauerte Seiferts Entscheidung und will sich bei der Nachfolger-Suche Zeit lassen. „Der Wechsel an der Spitze der DFL bedeutet einen Einschnitt. Christian Seifert hat in mehr als 15 Jahren herausragende Arbeit geleistet und damit wesentlich zum Erfolg von Bundesliga und 2. Bundesliga beigetragen“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Peters: „Ich bin davon überzeugt, dass Christian Seifert der DFL bis zum Ende der Vertragslaufzeit weiterhin mit vollem Einsatz zur Verfügung stehen wird. Der Aufsichtsrat wird die Neubesetzung ohne Zeitdruck professionell angehen und hierzu einen umfassenden Prozess aufsetzen.“

TV-Rechte auf eine Milliarde Euro gesteigert

Seifert arbeitet seit 2005 bei der DFL und gilt als mächtigster Mann im deutschen Fußball. Er hatte in seiner Amtszeit beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Die Vermarktung der TV-Rechte stieg in seiner Amtszeit von 400 Millionen Euro pro Saison auf mehr als eine Milliarde Euro. In der Coronakrise gelang es, dass die Bundesligen als erste der großen Sport-Ligen weltweit mit einem DFL-Hygienekonzept den Spielbetrieb wieder aufnehmen konnten. #

Text: SID/Red. | Foto: DFL Medienstelle