Neben den Anteilen an zahlreichen Unternehmen wurde Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz in den vergangenen 20 Jahren auch zum Großgrundbesitzer und darf sich stolz als Inhaber einer Insel im Südpazifik bezeichnen. Darüber hinaus hat er in der Steiermark und Salzburg 30 Schlösser, Villen und Höfe gekauft und renoviert.

Nur die Queen hat mehr Schlösser als Mateschitz

Vor gut 15 Jahren, als er die Rennstrecke in Spielberg wiederbelebte, begann der Steirer damit, sich ein beachtliches Imperium an Schlössern, Höfen, Villen und Gasthäusern zusammenzukaufen, und ließ sie liebevoll renovieren.

Laut „Bloomberg News“ beläuft sich die Zahl der Schlösser auf 30 Stück. Nur die Königin von England verfügt in Europa über mehr Schlösser als er, heißt es in einem dazu erschienen Bericht. Gewinn wirft wohl keines der Häuser ab, im Gegenteil. Experten schätzen, dass die jährliche Erhaltung pro Schloss im Durchschnitt circa 100.000 Euro kostet.

Vor allem in der Steiermark und Salzburg ist es schwer, nicht auf einen Mateschitz-Betrieb zu stoßen. Dem Red Bull-Gründer gehören zudem Wälder, Weinberge und Fischteiche. Die Liste ist lang. Zu lang, um alle Besitze einzeln aufzuzählen. Bei sämtlichen Traumprojekten verfolgt Mateschitz ein Credo: Nichts wird auf Kredit finanziert, alles wird aus dem Cashflow von Red Bull gezahlt.

900-Quadratmeter-Villa als Zuhause

Privat wohnt der Red-Bull-Chef mit seiner langjährigen Freundin Marion Feichtner in einer 900-Quadratmeter-Villa in der Stadt Salzburg, im Stadtteil Nonntal, beste Hanglage und direkt unterhalb der historischen Festung Hohensalzburg. Hier soll sich Mateschitz neben einem Anwesen in Fuschl am See meistens privat aufhalten, wenn er im Bundesland Salzburg ist.

Zudem kaufte er im Sommer 2010 im Salzburger Nobel-Stadtteil Aigen um 920.000 Euro eine 166 Quadratmeter große Wohnung mit weiteren 152 Quadratmetern Balkon und Dachterrasse. Diese dürfte er allerdings nicht selbst bewohnen. Verwaltet werden die Immobilen über die eigene Liegenschafts- Gesellschaft.

Neben einem Landgut in Maria Alm besitzt ein 2.000 Hektar großes Forstgut in Authal bei Bretstein in der Steiermark. Obwohl sehr viel über seine Person bekannt ist, scheut er die Öffentlichkeit. Der bekennende Jeansträger stellt sich so gut wie nie selbst in den Mittelpunkt, sondern höchstens sein Produkt. Zeitungsinterviews sind selten, TV-Interviews gibt er grundsätzlich nicht.

Laucala Island: Die Red Bull Insel der Superlative

Im Jahr 2003 erwarb Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz von den Erben des Verlegers Malcolm Forbes die 1.416 Hektar große Insel „Laucala“, eine der über 300 Fidschi-Inseln im Südpazifik. Kostenpunkt für das 16.000 Kilometer von seiner Heimat entfernte Domizil: zehn Millionen Euro. Fünf Jahre später eröffnete er das Laucala Island Resort, ein Luxusresort der Sonderklasse.

Inseleigene Fluggesellschaft, Freizeitaktivität U-Boot fahren und maximal Platz für 72 Gäste. Mehr als 20 bis 30 Urlauber verweilen hier kaum. 100-Prozent-Auslastung gab es noch nie. Auf Laucala Island beginnt der Luxus da, wo er in anderen exklusiven Resorts aufhört.

Bemerkenswert ist, dass die Insel auf das Prinzip Selbstversorgung setzt. Zu 85 Prozent soll das bereits gelingen, so gibt es beispielsweise ein eigenes Wasserwerk sowie eine eigene Farm mit Viehzucht, Gemüseanbau und Obstplantagen. Kleiner Fun Fact: Didi Mateschitz ließ sogar österreichische Sulmtaler Hühner für den heimatlichen Flair einfliegen.

Mateschitz-Suite für 56.250 Dollar pro Nacht

Das Laucala Island Resort gehört zu den „Leading Hotels of the World“ und zeichnet sich vor allem durch seine atemberaubende Lage im Paradies aus. Die 25 privaten Villen sind von einer wunderschönen Dschungellandschaft umgeben und bieten absolute Privatsphäre sowie eine riesige Poolanlage. Und das hat auch seinen Preis. Eine Nacht in der günstigsten Luxusvilla kostet etwa 4.000 Euro pro Nacht.

Leute, die es etwas großzügiger haben wollen, können auch das „Hilltop Estate“ buchen, in dem Mateschitz wohnt, wenn er zu Besuch ist. Mit drei Schlafzimmern, 360-Grad-Aussicht und 11.000 Quadratmetern Fläche ist man laut eines Berichts der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ schon für 56.250 Dollar pro Nacht – umgerechnet 52.063 Euro dabei.

Norbert Pokorny von dem High-End- Reiseveranstalter Art of Travel fasst die Urlaubsdestination des Red- Bull-Bosses wie folgt zusammen: „Es gibt Luxusresorts, und es gibt Laucala“. Das kann man unkommentiert so stehen lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=wO8I6zWPFzA



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Das Imperium von Dietrich Mateschitz: Wie sich Red Bull über 30 Jahre mit aggressiver (Sport-)Kommunikation zur Weltmarke und zum Milliardenunternehmen entwickelt hat und viele weitere spannende Themen!


Von Alexander Friedl