Re-Start des Fußballs: So planen die Ligen in Europa. Der Fußball wird in den meisten europäischen Ligen bald wieder rollen. Am 16. Mai nahm die Deutsche Bundesliga ihren Spielbetrieb wieder auf. Weitere folgen zeitnah. Ein, Überblick über die Pläne in den einzelnen Ligen Europas.

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Offen

Spanien: „Ein Spiel für ganz Spanien“

In La Liga soll das runde Leder ab 11. Juni wieder rollen. Diesen Wunsch äußert Liga-Präsident Javier Tebas. Zum Auftakt soll es mit dem Derby zwischen Real Betis Sevilla und dem FC Sevilla „ein Spiel für ganz Spanien“ geben. Eine offizielle Ankündigung soll es in den kommenden Tagen geben. Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte bereits am Samstag eine Wiederaufnahme der Spiele ab 8. Juni erlaubt. In La Liga sind noch elf Spieltage ausständig.

England: Fortsetzung konkret

Obwohl Großbritannien das Land mit der höchsten Opferzahl in Europa ist, wird die Fortsetzung der englischen Premier League ab Juni immer konkreter. Die britische Regierung hatte grünes Licht für Sportveranstaltungen ab dem 1. Juni hinter verschlossenen Türen zum Zweck der TV-Übertragung gegeben. Die Fußball-Klubs der englischen Premier League haben sich auf den 17. Juni als Startdatum für den Restart der wegen der Coronakrise unterbrochenen Spielzeit festgelegt.

Italien: Rom hat entschieden

Die Fußball-Saison in der italienischen Serie A kann ab dem 20. Juni fortgesetzt werden. Das teilte Sportminister Vincenzo Spadafora nach einem Treffen mit Vertretern des italienischen Fußballverbandes (FIGC) und der Liga mit. Es stehen noch zwölf Runden aus. ,Nach bisherigen Plänen soll die Liga bis 20. August beendet werden. Erwartet wird noch die offizielle Erklärung des italienischen Premierministers Giuseppe Conte.

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Schweden: Regelmäßige Temperaturmessungen, aber keine Corona-Tests

In dem skandinavischen Land, das in der Coronakrise einen eigenen, freizügigeren Weg geht, wollen die beiden Profiligen Allsvenskan und Superettan am 14. Juni in die neue Saison starten. Sie haben der Gesundheitsbehörde einen Plan vorgelegt, der regelmäßige Temperaturmessungen, aber keine Corona-Tests vorsieht. Eine Entscheidung, ob das ausreicht, wird noch diese Woche erwartet.

Schweiz: Woche der Wahrheit

Die Vertreter der 20 Profiklubs werden am 29. Mai in einer außerordentlichen Generalversammlung über die Weiterführung der Super League und Challenge League entscheiden. Die Mannschaften dürften seit 25. Mai Mannschaftstrainings abhalten, die meisten verzichten aber darauf, da sie damit keine Kurzarbeit mehr geltend machen können.

Russland: Probleme mit ausländischen Spieler

Die Premjer-Liga hat einen Plan zum Neustart am 21. oder 28. Juni mit zwei Varianten vorgelegt. Derzeit wird mit den Gesundheitsbehörden verhandelt, wie das Mannschaftstraining wieder aufgenommen werden kann. Offen ist auch noch, wie die zahlreichen ausländischen Spieler zurückkehren können, weil Russland die Grenzen dicht gemacht hat.

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Griechenland: Krisenstab entscheidet

Die griechische Fußball-Superliga soll nach der Corona-Zwangspause am 6. Juni wieder beginnen. Ausgetragen werden müssen noch die Play-off-Spiele zwischen den sechs bestplatzierten Teams der Hauptrunde und die Play-out-Spiele der acht anderen Teams. Zudem müssen noch drei Pokalspiele stattfinden. Dies teilten am 18. Mai die 14 Vertreter der Vereine der griechischen Superliga mit. Diesen Beschluss muss noch der Krisenstab für die Coronakrise genehmigen.


Neustart fix

Deutschland: 51 Seiten langes Konzept

Deutschland hat als erste große Liga Europas am 16. Mai den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Ein 51 Seiten langes Konzept mit Notmaßnahmen und Handlungsanweisungen hatte letztlich auch die Politik zur umstrittenen Freigabe bewogen. Funktioniert der Neustart in Deutschland, gibt es wohl Rückenwind in ganz Europa, auch Österreich blickt gespannt ins Nachbarland.

Färöer: Die Vorreiter

Die Kicker auf den Inseln im hohen Norden waren eigentlich die ersten, die wieder begonnen haben. Am 9. Mai erfolgte der Anpfiff der neuen Saison in der „Betrideildin“, nachdem die Behörden grünes Licht für den ursprünglich im März angesetzten Saisonstart gegeben hatten.

Tschechien und Ungarn: Nach Deutschland

Die beiden Länder haben eine Woche nach Deutschland begonnen. In Tschechien war die erste Begegnung am 23. Mai das Spiel FK Teplice gegen Slovan Liberec. Bereits seit 25. Mai dürfen in Tschechien wieder Sportveranstaltungen mit bis zu 100 Personen stattfinden. Ungarn hat ebenfalls am 23. mit den Halbfinalspielen im Cup begonnen, die Meisterschaft wird am 30. Mai wieder aufgenommen.

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Dänemark: Pfingstwochenende als Start

Die Dänen starten am 28. Mai mit einer Nachholpartie. Am Pfingstwochenende und dem 7. Juni folgen die letzten beiden Runden der ersten Saisonphase in der Superliga, in deren Anschluss die sechs besten Teams den Meister unter sich ausspielen.

Polen: Virustest als Grundlage

Die Ekstraklasa nimmt am 29. Mai den Spielbetrieb auf. Die Mannschaften haben den vollen Trainingsbetrieb aufgenommen und Spieler, Trainer und Schiedsrichter müssen sich einem Virustest unterziehen.

Österreich: Cupfinale zum Start

ÖFB und Bundesliga gaben bekannt, dass die Saison mit dem Cupfinale Red Bull Salzburg gegen Zweitligist Austria Lustenau am 29. Mai fortgesetzt wird. Die Liga steigt am 2. Juni mit der Qualifikationsrunde und am 3. Juni mit der Meisterrunde wieder ein.

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Kroatien: Zehn Runden stehen noch aus

Einen Tag nach Österreich rollt auch im kroatischen Cup weder die Kugel. Am 30. und 31. Mai sollen die Cup-Halbfinali steigen, die erste Liga plant Spiele ab 6. Juni, zehn Runden sind noch zu spielen.

Serbien: Meister- und Abstiegsrunde gestrichen

Die Serben beginnen ebenfalls am 30. Mai mit der ersten und zweiten Liga. Die Saison wird in neuem Format beendet, Meister- und Abstiegsrunde wurden gestrichen.

Portugal: Stadien werden inspiziert

Die Primeira Liga beginnt wieder am 4. Juni. Die Regierung hatte den 30. Mai als möglichen Termin für den Re-Start genannt, die Liga wollte aber mehr Zeit, um die Spieler auf das Coronavirus zu testen und die Stadien zu inspizieren.

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Türkei: Noch kein Termin fürs Champions League Finale

Der Neustart der Süper Lig ist für 12. Juni angesetzt. Verbandspräsident Nihat Özdemir bekräftigte zudem, das Champions-League-Endspiel werde wie geplant in Istanbul über die Bühne gehen. Einen Termin für das ursprünglich am 30. Mai angesetzte Finale gibt es aber noch nicht.


Abgebrochen

Schottland: Celtic Glasgow wieder Meister

Am 18. Mai wird die Liga nach Beratungen der zwölf Erstliga-Klubs endgültig abgebrochen. Dadurch avanciert Celtic Glasgow erneut zum Meister. Für den Serien-Champion ist es der 51. Titel der Vereinsgeschichte. Als Absteiger steht Heart of Midlothian fest.

Frankreich: Verbandspräsident verkündete das Aus

Premierminister Edouard Philippe hat die Saison bei einer Rede vor der Nationalversammlung in Paris am 28. April quasi beendet, wenige Stunden später gab auch Verbandspräsident Noel Le Graet das Aus bekannt. Ursprünglich hätte die Ligue 1 ab 17. Juni den Spielbetrieb fortsetzen wollen. Paris St. Germain wurde zum Meister erklärt.

Niederlande: Weder Meister noch Auf- und Absteiger

Nachdem Ministerpräsident Mark Rutte bereits am 21. April Großveranstaltungen wie den Profifußball bis zum 1. September verboten hatte, brach die Liga die Meisterschaft ab. Es gibt weder Meister noch Auf- und Absteiger, SC Cambuur und De Graafschap wollen den Aufstieg in die erste Liga nun vor Gericht einklagen.

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Belgien: Es droht Europacup-Ausschluss

Die belgische Liga war bereits am 2. April vorgeprescht. Die Pro League hatte das Ende der Saison nach 29 von 30 Hauptrunden-Spieltagen und vor den Play-offs bekanntgegeben und Brügge zum Meister erklärt. Die UEFA drohte daraufhin mit Konsequenzen bis hin zum Europacup-Ausschluss. Die endgültige Entscheidung wurde danach mehrmals verschoben und fiel am 15. Mai.


Weißrussland: Was ist ,Corona? Hände desinfizieren, Temperatur messen und Abstand halten

Im Land des autoritären Staatschefs Alexander Lukaschenko lief der Fußball trotz internationaler Kritik einfach weiter – und das mit Zuschauern. Hände desinfizieren, Temperatur messen und Abstand halten sind die wenigen Vorschriften. Die Liga sicherte sich sogar internationale TV-Verträge, immer mehr Fans blieben allerdings zu Hause.

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