Hapkido im Aufschwung: Anhand von Atemtechniken, seine Energie (Ki) zur Selbstverteidigung gezielt einsetzen.

© Patrick Laimer

Neben Korean Pop etabliert sich in Europa die koreanische Kampfkunst Hapkido, in welcher Tritte, Schlag-, Hebel- und Wurftechniken gegen verschiedene Arten von Angriffen gelehrt werden. Wie im professionellen Tanz gilt es hier den Atem richtig einzusetzen und Koordination und Beweglichkeit zu verbessern.

Was ist das charakteristische an Hapkido?

Im Hapkido werden Selbstverteidigungstechniken gegen verschiedene Arten von Angriffen gelehrt. Dies beinhaltet Abwehrtechniken gegen Angriffe am Handgelenk oder an der Kleidung, gegen Faustangriffe, gegen Tritte sowie gegen Würgeangriffe und Würfe. Auch Bodentechniken, Messerabwehr, Techniken mithilfe eines Gürtels, mit Spazierstock und Kurzstock, sowie Pistolenabwehr sind Bestandteil des Hapkido. Zusätzlich lernt ein Hapkido-Schüler richtiges Fallen und Rollen. Ein wichtiger Bestandteil des Trainings sind auch Beintechniken, die denjenigen des Taekwondo ähneln.

Ein Hapkido-Schüler trainiert neben der Kampfkunst auch seine Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Schnelligkeit. Ebenso lernt er anhand von Atemtechniken, seine Energie (Ki) gezielt einzusetzen. Hapkido-Training hilft, Disziplin und Durchhaltevermögen zu entwickeln. Das eigene Körpergefühl verbessert sich, das Selbstwertgefühl steigt. Man lernt, sowohl mit sich selbst als auch mit anderen respekt- und verantwortungsvoll umzugehen.

Hapkido ist eine sehr vielfältige Kampfkunst. Neben harter und effektiver Selbstverteidigung kommen auch spektakuläre Techniken nicht zu kurz. Hapkido wird in Korea von Polizei und Militär eingesetzt. Enge Kooperationen gibt es mit Deutschland, Niederlanden, Belgien, Ungarn, Russland und seit 2018 auch mit Schweden.

HAPKIDO ist eine koreanische Kampfkunst zur Selbstverteidigung, welche seit 1910 seine Anfänge hat und 1974 nach Österreich kam. | © Kathrin Oberhuber

COVID-19: Hapkido Weltmeisterschaft in Seoul abgesagt

Knapp einen Monat vor den Olympischen Spielen, am 11. Juli 2020 hätte die Daehanminguk Hapkido Weltmeisterschaft in Korea stattfinden sollen. Aufgrund der Pandemie um den Coronavirus ist die Hapkido Weltmeisterschaft in Seoul allerdings abgesagt.

HAPKIDO: Von Korea bis nach Salzburg

HAPKIDO ist eine koreanische Kampfkunst zur Selbstverteidigung, welche seit 1910 seine Anfänge hat und 1974 nach Österreich kam. 2019 wurde neben Wien, Oberösterreich, Steiermark, in Salzburg ein neuer Hapkido Standort aufgebaut. Ludwig Hofer (3. Dan) leitet hier seit Herbst 2019 das Training und wird dieses 2020 weiter ausbauen. Am 9. September 2019 startete das erste Hapkido-Eröffnungstraining. Weitere gut besuchte Workshops zum Thema Selbstverteidigung brachten einen enormen Zulauf und erhöhten den Bekanntheitsgrad von Hapkido in Salzburg. Es zeigt, dass das Thema Selbstverteidigung und Sicherheit in der Gesellschaft von großer Bedeutung ist.



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