Mit dem Fußball um die Welt: Das Geschäft mit den Emotionen vor dem Aus? Fast über Nacht verloren Fußballreisen-Anbieter durch die weltweite Covid-19-Pandemie ihre Existenzgrundlage: den Sport und die Zuschauer. Das Ergebnis: Massenhafte Stornierungen und Umsatzverluste von 100 Prozent. Der Fußballtourismus erlebt aktuell seine schwierigste Zeit. Die Lage ist dramatisch – die Folgen werden es auch sein. Wir haben den Markt analysiert und uns in der Branche umgehört.

Sevilla, Spanien. Wir schreiben Donnerstag, den 11. Juni 2020. Es steht eines der hitzigsten Derbys des spanischen Fußballs, wenn nicht gar der Welt, an. Das Derbi sevillano. Sevillistas gegen Béticos. Rot gegen Grün. Sevilla FC gegen Real Betis Balompié. Und gleichzeitig der Re-Start der spanischen LaLiga. Ein Spiel mit enormer symbolischer Wirkung für das so schwer vom Coronavirus gebeutelte und fußballverrückte Spanien. Noch nie war die Aufmerksamkeit für das „El Gran Derbi“ auf der ganze Welt so groß wie an diesem Donnerstagabend.

Kurz vor 22.00 Uhr Ortszeit ist es dann soweit: Die Spieler kommen aus den Katakomben und aus den Lautsprechern…

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Unsere Kunden wollen Spiele in vollen Stadien und die damit verbundene Emotionalität erleben, ein Spiel vor knapp 18.000 Zuschauern in der Allianz Arena in München ist da nicht sehr attraktiv. 

Christian Pramberger
Geschäftsführer RES Touristik und Gründer Fussballreisen.com

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Wenn es im Herbst keine Publikumsspiele gibt, werden wir im Jahr 2020 einen Umsatzverlust von mindestens 80 Prozent haben.

Ferdinand Weiss
Geschäftsführer Weiss Touristik und Gründer Fanreisen24.com

Fotos: © fussballreisen.com | © Sevilla FC