Das öffentliche Meinungsbild zur geplanten Rückkehr von Fußball-Fans in die Stadien zum Bundesligastart Mitte September 2020 ist gespalten. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Die weltweite Covid-19-Pandemie verlangt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft viel ab. Durch Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckung mit dem Virus und durch Abstandsregeln sind auch Sportveranstaltungen, wie die Spiele der Fußball-Bundesliga in Österreich und Deutschland betroffen. Seit Ausbruch der Krise fanden alle Fußballspiele der Bundesliga ohne Zuschauer statt. Nun bereitet sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) darauf vor, möglichst schon zu Beginn der kommenden Saison ab Mitte September 2020 wieder Zuschauer in Stadien zu lassen.

44 Prozent gegen Spiele mit Publikum

Das öffentliche Meinungsbild zu dem Reizthema ist gespalten. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befürworteten 45 Prozent der insgesamt 2.018 befragten Personen eine Fan-Rückkehr in die Stadien – allerdings nur neun Prozent uneingeschränkt.

36 Prozent finden die Teilzulassung von Zuschauern lediglich unter dem Vorbehalt richtig, dass die Hygiene-Maßnahmen streng kontrolliert werden. 44 Prozent der Umfrageteilnehmer sprachen sich generell gegen Spiele vor Publikum aus. Zehn Prozent wollten sich nicht festlegen.

Männer befürworten Zulassung von Fans häufiger

Wenig überraschend ist, dass Männer eine Zulassung von Fans in Stadien häufiger begrüßen als Frauen. Das männliche Geschlecht befürwortet eine uneingeschränkte Zulassung häufiger als das weibliche (11 Prozent vs. 8 Prozent) und auch eine Zulassung von Zuschauern unter strenger Kontrolle der Hygiene-Vorschriften (40 Prozent vs. 32 Prozent der Frauen). Frauen würden eine Zulassung von Zuschauern in Bundesliga-Stadien ab Mitte September 2020 häufiger ablehnen (46 vs. 42 Prozent). #

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