Im modernen Fußball sind Trainer so etwas wie die neuen Spieler – sie werden gescoutet, gezielt weiterentwickelt und es kommt vor, dass man für sie Ablöse bezahlt. Sie sind zwar Kopf der Mannschaft, aber bleibt der sportliche Erfolg aus, sind sie das erste Element, das ausgetauscht wird.

In den Neunzigerjahren und um die Jahrtausendwende gab es die Möglichkeit, aus einem Pool an immergleichen Trainern zu wählen. Heutzutage ist das Angebot auf dem modernen Trainermarkt üppiger und das Finden des richtigen Mannes komplizierter. Deshalb gehen Klubs, wie sonst eigentlich nur bei Spielern vor und scouten Trainer. Dies hat damit zu tun, dass die Figur des Trainers seit ein paar Jahren stark aufgewertet worden ist. Lange hatte man sich darauf konzentriert, talentierte Spieler, wenn nötig an den entlegensten Orten und in sehr jungen Jahren, zu finden und sie zu hochpreisigen Profis zu entwickeln. Man hatte dafür allerorts Scoutingabteilungen inklusive datenbasierter Analysemöglichkeiten aufgebaut und ein Netzwerk von Beobachtern über den Globus gespannt. Jetzt wenden sich Vereine verstärkt den Trainern zu.

Die Vereine und Verbände haben erkannt, dass der Trainer der entscheidende Faktor ist und sie daher auch in diesem Bereich investieren müssen. Denn bessere Trainer bedeuten bessere Spieler und die erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg bei den Mannschaften. Daher haben die Trainerausbildner erkannt, dass es nicht nur bei den Spielern eine Ausbildungsreform benötigt, sondern auch bei den Trainern. Neben den vorhandenen Coaches, die an das digitale Zeitalter angepasst und weitergefördert werden, sollen neue Trainertalente gefunden werden. Diese besonderen Talente erkennt man an einem bestimmten Katalog an Kompetenzen: die fachlichen, sozialen und kommunikativen Fähigkeiten. Trotzdem bleibt die entscheidende Fähigkeit eines guten Trainers, dass er immer Lösungen für unterschiedliche Probleme parat hat.


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