Hunderte Millionen Euro fließen jährlich im europäischen Fußballtransfermarkt. Spieler werden gekauft und verkauft, dabei handeln die Klubs unter sich die Ablösesummen aus, bevor die Spieler mit ihren Beratern das zu beziehende Gehalt verhandeln. In den USA läuft das anders ab.

Bereits der Einstieg in den Profisport zeigt massive Differenzen zum europäischen Fußball auf. Wo Fußballer in Europa in den Akademien der Profiklubs mittlerweile regelrecht „herangezüchtet“ werden, um irgendwann den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen, sind Nachwuchssportler in den USA meist in das Sportprogramm der eigenen High School, vergleichbar mit Oberstufengymnasien, integriert. Wenn sich in dieser Zeit herausstellt, dass man Potenzial für den Profisport mitbringt, werden Scouts von Colleges, also Universitäten, auf einen aufmerksam und selbige bieten, wenn alle Rahmenbedingungen passen, dazu gehört auch die schulische Leistung, Sportstipendien an. Das heißt, sie bieten einem potenziellen Anwärter günstigere Konditionen für die eigene akademische Ausbildung an, wenn derjenige sich dazu verpflichtet, das College in der Sportart, für die man ausgewählt wurde, zu vertreten. Während der Zeit am College stellt sich heraus, ob man tatsächlich das Zeug zum Profi hat und entscheidet, je nachdem ob man sich für den sogenannten Draft, das Spielerauswahlverfahren, der Profisportligen anmeldet. Das würde man als den typisch amerikanischen Weg in den Profisport bezeichnen. Es ist allerdings nicht notwendig, den Weg über die Colleges zu gehen. Wann und ob man sich für den Draft anmelden kann, ist abhängig von der Sportart und somit von der Liga, in die man eintreten will.

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