COVERSTORY Nach Thomas Muster in den 1990er Jahren erlebt Österreich einen erneuten »Tennis-Boom«. Den größten Anteil daran hat das neue Aushängeschild Österreichs und Vorbild einer ganzen Generation: Dominic Thiem. Mit Top-Leistungen sorgt er für Schlagzeilen und rekordverdächtige Sendezeit im Fernsehen. Ebenso bestätigen Industrie und Tennisvereine die positiven Auswirkungen der Erfolgsstory Thiem.

Dominic Thiem wächst im niederösterreichischem Lichtenwörth auf und beginnt mit sechs Jahren das Tennisspielen. Der Sohn der Tennistrainer Karin und Wolfang Thiem hat bereits sehr früh Sport im Blut und der kleine Dominic schlägt im Alter von 14 Monaten immer wieder mit einer Fliegenklatsche auf einen Luftballon. Ebenso erinnert sich Vater Wolfgang schmunzelnd an eine Episode aus dem Jahr 1997: »Wir waren in Griechenland im Urlaub, da war Domi vier Jahre. Dort sind wir am Strand spazieren gegangen, wahrscheinlich eine Stunde in eine Richtung und eine Stunde zurück. Und er hat durchgehend Vorund Rückhandschläge simuliert. Die Leute, die uns gesehen haben, werden sich gedacht haben, der hat ein bisserl einen Klopfer.«

Schon in jungen Jahren wird Dominic in der Tennisszene als »Rohdiamant« bezeichnet und beginnt daher im zarten Alter von acht Jahren den harten Weg. Langzeit-Coach, Mentor und Manager Günter Bresnik legt den Grundstein für die imposante Karriere. Zu diesem Zeitpunkt schenken seine Eltern Bresnik das bedingungslose Vertrauen und dieser formt aus dem »Rohdiamanten Thiem«, der schon in frühen Tagen die Jugend-Szene dominiert, einen »sportlichen Edelstein«, der nicht nur Österreichs Tennis-Fans noch lange Freude bereiten wird. Dabei ist es nicht immer einfach für das Tennistalent: Besonders als Bresnik dem damals erfolgsverwöhnten, zwölfjährigen Thiem die beidhändige Rückhand abgewöhnt. Bresnik weiß zu diesem Zeitpunkt dass Thiem weder mit diesem »BHander «, noch mit seinem viel zu passivem Spielstil dorthin kommen wird, wo er hin will. Als der Trainer seinem Schützling die zweite Hand vom Schläger wegnimmt, verliert Thiem reihenweise Matches. Die Trainer-Kollegen schütteln über diese Vorgehensweise den Kopf, doch der Blick des Startrainers ist in die Zukunft gerichtet.

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