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Am 8. Februar beginnen die Australian Open 2021. Es ist das erste Grand-Slam-Turnier des Tennisjahres und eines, das gerade aufgrund der aktuellen Situation um die weltweite Covid-19-Pandemie unter besonderen Vorzeichen steht.

Preisgeld: Abstriche für die Top-Spieler

In diesem Jahr werden insgesamt 71,5 Millionen Australische Dollar – umgerechnet circa 45,33 Millionen Euro – an Preisgeld ausgeschüttet. Damit wurde es im Vergleich zum Vorjahr gering erhöht.

Die Stars, die in „Down under“ weit kommen, müssen Abstriche machen. Hintergrund dafür: Es wurden lediglich die Prämien bis zum Viertelfinale erhöht. Das führt dazu, dass die schwächeren Spieler in der Qualifikation sowie in den frühen Runden höhere Gelder bekommen. Ein Beispiel: 2020 kassierten die beiden Finalisten Novak Djokovic und Sofia Kenin noch 4,12 Millionen Australische Dollar. In diesem Jahr bekommen sie jeweils 2,75 Millionen.

Preise in Millionen Australische Dollar.

Happy Slam: Ein Turnier mit Symbolwirkung

Neben den hohen Preisgeldern müssen die Veranstalter des Grand-Slam-Turniers die reduzierten Zuschauereinnahmen sowie die Zahlungen für die Quarantäne miteinkalkulieren: ein kostspieliger Deal. Und dennoch wird das Turnier aufgrund der aktuellen Situation rund um die Covid-19-Pandemie ein ganz besonders werden – auch weil es mit Zuschauern stattfinden wird.

Australien verzeichnete in den letzten zwölf Monaten nur 29.000 Infektionen und 900 Todesfälle. In den Monaten November und Dezember gab es wochenlang überhaupt keine Neuinfektionen. Das ist der Grund dafür, dass Tennis mit tausenden Zuschauern und einer Kulisse, die es weltweit seit Monaten nicht mehr gegeben hat, in Australien möglich ist. In den Medien spricht man auch vom „Ausdruck des erfolgreichen Kampfs gegen die Pandemie“.

400.000 Zuschauer werden laut den australischen Behörden rund um den Veranstaltungsort erlaubt sein – 30.000 Zuschauer an den ersten acht Tagen, 25.000 Zuschauer täglich bis zu den Finals am 20. und 21. Februar 2021. Die Endspiele in der Rod Laver Arena finden damit beinahe vor vollen Rängen statt. #

Foto: Samo Vidic/Red Bull Content Pool